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Investment in Ras Al Khaimah

 

Ein Interview des Dubai Magazins mit Hinrich Missfeldt
(Ausgabe 2/2010 April - Juni)
Dubai Magazin 02-2010

 

Entdecke die Möglichkeiten

In dem nördlichsten der Vereinigten Arabischen Emirate gibt es viel zu entdecken. Neben einer abwechselungsreichen Natur finden sich hier einige der schönsten Projekte und die am schnellsten wachsenden Freihandelszonen der Emirate. Durch diese vielfältigen Perspektiven bietet die Krise gerade hier ungeahnte Möglichkeiten und Chancen!

Text: Claus Riepe I Fotos: Rakeen, Archiv

Ras Al Khaimah - das heißt „Spitze des Zeltes“. Das nördlichste der sieben Vereinigten Arabischen Emirate schloss sich als letztes Emirat im Jahr 1972 der Föderation an. Das Territorium von Ras Al Khaimah misst rund 1.700 Quadratkilometer und ist damit flächenmäßig knapp doppelt so groß wie die Stadt Berlin. Ras Al Khaimah ist aufgeteilt auf zwei Territorien, die durch einen Ausläufer des Emirates Fujairah unterteilt werden. Die Bevölkerung von Ras Al Khaimah umfasst rund 230.000 Einwohner. Der Emir, Sheikh Saqr bin Muhammad Al Qasimi ist nach dem König von Thailand das Staatsoberhaupt mit der zweitlängsten Amtszeit überhaupt. Er war der Wegbereiter für das moderne Ras Al Khaimah, dessen Regierung heute der Kronprinz und stellvertretende Herrscher Saud bin Saqr al Qasimi führt. Er hat diese Entwicklung konsequent fortgeführt.

Das Emirat ist vollkommen unabhängig von Erdölvorkommen. 25 % der Wirtschaftsleistung stammt aus dem produzierenden Gewerbe. Der Handel sowie der Bergbau und die Steinbrüche steuern jeweils 12 % und der Tourismus 11 % zum Inlandsprodukt bei. Der fünfprozentige Anteil der Landwirtschaft reicht aus, um die Emirate zu 50 % mit den notwendigen Lebensmitteln zu versorgen. Service, Transport, Anlagenbau und nicht zuletzt der Immobiliensektor liegen jeweils zwischen 7 und 10 % der Wirtschaftsleistung. Damit hat Ras Al Khaimah eine gut strukturierte und breit aufgestellte Wirtschaft, von der andere Emirate noch weit entfernt sind.

Unternehmen wie RAK Ceramics haben sich unter der Führung von Dr. Khater Massaad zum weltweit größten Einzelproduzenten für Keramikprodukte entwickelt. Täglich werden hier 300.000 qm Fliesen und 10.000 Stück Sanitärkeramik produziert und in weltweit 123 Länder exportiert. Wer sich die Zeit für einen Gang durch die öffentlich zugänglichen Ausstellungsräume von RAK Ceramics nimmt, erkennt schnell, dass sich Design und Qualität auf Weltklasseniveau bewegen. Weiter spricht die Tatsache für sich, dass RAK Ceramics als Auftragsfertiger für etwa Villeroy & Boch aus Deutschland Geschirr produziert.

Ein Baustein für den Erfolg von Ras Al Khaimah ist das Hajar Gebirge. Die Steinbrüche hier liefern nicht nur die Abertausenden von Steinen, die für die Aufschüttung der künstlichen Inseln benötigt werden. Mit ihrem großen Reichtum an Mineralien tragen diese Steinbrüche insbesondere durch die Förderung und Verarbeitung von Kalkstein, Gabbro oder Quarz zum wirtschaftlichen Erfolg des Emirates bei. Sie liefern die Ausgangsstoffe, wie sie z.B. für die Herstellung von Zement, Keramik oder in der Glasindustrie verwendet werden.

Die wirtschaftliche Entwicklung erfordert weitere Investitionen in die Infrastruktur. So wurde z.B. mit dem Ausbau des Containerhafens Mina Saqr auf eine gegenüber heute um 400% gesteigerte Kapazität begonnen, um Materialien und fertige Produkte noch schneller umschlagen zu können, eine Grundlage für ein weiteres Wachstum von Ras Al Khaimahs Industrie in den kommenden Jahren. Erreicht werden soll dies über 13 neue zusätzliche Liegeplätze. Schon heute ist der Hafen mit einem Umschlagvolumen von über 30 Millionen Tonnen in 2009 der größte Hafen für den Umschlag von Massengütern in der Region. Der Hafen wird zusätzlich auch als Containerhafen genutzt. Dieser Hafen und der internationale Flughafen von Ras Al Khaimah sichern die Anbindung der beiden Freihandelszonen. Die RAK Investment Authority (RAKIA) hat seit ihrer Gründung im Durchschnitt jeden Tag mehr als einen Investor registriert. Die RAKIA hat so innerhalb von drei Jahren ein Portfolio von mehr als 1.600 Firmen aufgebaut, die ein Investitionsvolumen von mehr als 2,5 Milliarden Dollar innerhalb dieses Zeitraums getätigt haben. Dazu kommen weitere mehr als 2.000 Offshore-Firmen in einem noch kürzeren Zeitraum. Der Bereich RAK Offshore wird von dem Hamburger und ehemaligen Banker Peter Michael Schuster geführt. Nicht minder erfolgreich ist die RAK Free Trade Zone (RAK FTZ). Diese im Jahr 2000 gegründete Freihandelszone ist eine der am schnellsten wachsenden Freihandelszonen in den VAE. Sie konnte seit ihrer Gründung bis 2008 bereits mehr als 5.000 Firmen registrieren. Im Jahr 2009 sind allein knapp 2.000 weitere Firmen dazugekommen. Dank dieser erfolgreichen Entwicklung wurde der Freihandelszone im Juni des vergangenen Jahres 2009 zum dritten Mal hintereinander der Middle East Logistics Award (MELAAward) verliehen. Der Schwerpunkt liegt in beiden Freihandelszonen -wie der Name schon vermuten lässt - auf den Handelsunternehmen, die einen Anteil von knapp 64 % ausmachen. An zweiter Stelle folgen mit 26 % die Dienstleistungsunternehmen. Die meisten dieser Unternehmen kommen aus Indien, gefolgt vom Mittleren Osten und Europa an dritter Stelle. Prominenteste Neuansiedlung im industriellen Bereich ist der deutsche Weltmarktführer Knauf Gips KG. Der HersteIler für Trockenbauprodukte errichtet auf einer Fläche von 17.000 qm eine Produktionsstätte für die Region nebst Auslieferungslager.

Die gute Infrastruktur sowie schnelle und unkomplizierte behördliche Entscheidungswege sind weitere Vorteile dieser Region. Dabei ist das zuständige Department of Economic Development (DED) den föderalen Richtlinien der V.A.E. verpflichtet, aber man ist dennoch flexibel genug, den Handlungsspielraum nach den Erfordernissen des eigenen Marktes auszunutzen, um für potenzielle Investoren attraktive Voraussetzungen zu schaffen. Und das Engagement des Emirates wird honoriert. Dem Emirat wurden neben einem ausgezeichneten Ranking gleich zwei weitere Auszeichnungen verliehen. So hat Standrad & Poor‘s das „A“-Kreditrating für die langfristige und das „A1“-Kreditrating für die kurzfristige Perspektive für RAK bestätigt. Die zwei weiteren Auszeichnungen stammen von der Financial Times, London. In 2007 wurde RAK als kosteneffizientester Standort für ausländische Direktinvestitionen ausgezeichnet und für 2009/2010 wurde Ras Al Khaimah als eine der interessantesten Regionen der Zukunft im Mittleren Osten für ausländische Direktinvestitionen ausgezeichnet.

Dank dieser vorausschauenden wirtschaftlichen Planung konnte das Emirat auch 2009 ein, krisenbedingt zwar gedämpftes, aber stabiles Wachstum verzeichnen. Besonders wurde dabei seitens der Regierung mit entsprechenden Förderinstrumenten wie Prämienzahlungen, Ausbau der Freihandelszonen und der Verkehrs- und Transportinfrastruktur die produzierende Wirtschaft unterstützt. Die „klassischen“ Vorteile des Wirtschaftsstandortes VAE werden natürlich auch hier geboten: Absolute Steuerfreiheit und keinerlei Beschränkungen bei der Gewinnverwendung und dem Kapitaltransfer sowie 100 % Firmeneigentum in den Freihandelszonen.

Auf den Immobiliensektor hat die Krise in Ras Al Khaimah eher positive Auswirkungen gehabt. Baumaterial und -arbeiter waren überhaupt wieder verfügbar und das zu deutlich besseren und realistischeren Konditionen als während der Hochphase. Dadurch sind die Immobilienpreise auch in RAK rückläufig gewesen, aber es gibt substantielle Gründe, um im Emirat zuversichtlich auf eine Erholung und ein weiteres Wachstum dieses Sektors in der Zukunft zu blicken. Ras Al Khaimah wird von Investoren in diesem Bereich zunehmend als Alternative gerade zu Dubai gesehen, ist hier doch alles etwas entspannter, beschaulicher und vor allem auch günstiger. Und trotzdem ist man aufgrund der unmittelbaren Nähe zu den Emiraten schnell „mitten im Geschehen“. Dazu hat das Emirat neben seinen Bodenschätzen längst sein touristisches „Kapital“ entdeckt, seine landschaftliche Attraktivität, seine Oasen, Berge und Strände sowie seine kulturelle und archäologische Vergangenheit. Abseits der Glitzerwelten und Themenparks rund um den Golf setzt das Emirat touristisch aufein „Zurück zur Natur“-Konzept und verspricht seinen Gästen ein authentisches Arabien-Erlebnis. Abseits des Massentourismus entsteht hier ein alternativer Markt, der zudem auch in den abgelegeneren Regionen des Emirates für Arbeit und Beschäftigung sorgt. Die „Früchte“ dieses Konzeptes werden in Ras Al Khaimah längst „geerntet“. Die Hotelauslastung lag auch in 2009 auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Und an einer Ausweitung der Kapazitäten wird kontinuierlich gearbeitet: weitere 3.700 Hotelzimmer sollen in den nächsten Jahren hinzukommen. Bis 2012 erwartet Ras Al Khaimah rund 2,5 Millionen Touristen jährlich. Der wachsende Tourismussektor wird zudem für ein Bevölkerungswachstum und eine entsprechend steigende Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt sowohl bei Kaufobjekten wie auch im Mietsektor sorgen. Es wird mehr Bedarf an Infrastruktur, an Einkaufsmöglichkeiten usw. geben. Schon jetzt kann das Emirat mit einer umfassenden Infrastruktur bis hin zu modernsten Krankenhäusern, internationalen Schulen und dergleichen aufwarten. Gerade auch für Unternehmen wird Ras Al Khaimah somit noch interessanter als alternativer Standort mit unmittelbarer Nähe zu den „Megacitys“ Dubai oder Abu Dhabi. Das bisher noch insgesamt begrenzte Angebot und der gute Mix aus Wohn-, Tourismus-und Industrieprojekten zahlen sich hier aus und bieten eine langfristige Perspektive. Dabei wird Ras Al Khaimah besonders stark von den deutschsprachigen Europäern gebucht. Auch Unternehmer und Berater hierzulande haben längst das Potenzial des Emirates erkannt. Und da es natürlich auch in Ras Al Khaimah bei aller Offenheit einige Spielregeln zu beachten gibt, tut man als potenzieller Investor gut daran, sich an Fachleute zu wenden, die über Erfahrungen und Kenntnisse der Verhältnisse vor Ort verfügen. Spezialisiert auf Firmenansiedlungen und den Immobilienmarkt im Emirat Ras Al Khaimah haben sich beispielsweise der deutsche Unternehmer und Bauingenieur Hinrich Mißfeldt und sein Unternehmen InvestiQ, selbst ansässig in der RAK Freihandelszone. Das DUBAI Magazin hat Herrn Mißfeldt zu seinen Erfahrungen und Einschätzungen des Marktes in Ras Al Khaimah befragt.

 

DUBAI MAGAZIN (DM): Herr Mißfeldt, Sie sind bereits seit längerer Zeit in der Golfregion tätig. Seit wann sind Sie vor Ort und warum gerade hier?

Hinrich Mißfeldt (HM): Ich bin seit 2004 regelmäßig in die Emirate gereist und habe die Entwicklung beobachtet. Die Region hat mich spontan fasziniert. Die ganze Stimmung und der Geist sind hier einfach anders und viel positiver als in unserer gesetzten, entwickelten Welt. Diese positive Aufbruchstimmung in eine vielversprechende Zukunft ist weiter ungebremst. Das hat mich darin bestärkt, in 2008 selbst zwei Firmen in der Region zu gründen, um die Chancen zu nutzen, die sich aus der aktuellen Situation bieten. Wenn sich ein Markt zu sehr von der Realität löst, ist immer Vorsicht geboten. Das gilt für Immobilienmärkte in dem gleichen Maß wie für Aktienmärkte. Wie soll der Aktienmarkt langfristig stärker wachsen, als die Produktionsleistung der Wirtschaft selbst? Aus diesem Grund können die Immobilienpreise langfristig auch nicht stärker steigen, als die Erstellungskosten für die Immobilie an sich und die Wertsteigerung von Grund und Boden. Nach unserer Erfahrung und Einschätzung sind die deutschen Firmen und Investoren in der großen Linie eher konservativ zurückhaltend. Das hat letztendlich auch uns von einem Einstieg in der Boomphase abgehalten. Jetzt ist aber der richtige Zeitpunkt gekommen und die Region verspricht ein langfristiges und nachhaltiges Potenzial.

DM: Die Wirtschaftskrise hat ja auch vor den V.A.E nicht haltgemacht. Besonders der wirtschaftliche Einbruch in Dubai hat für einen empfindlichen Vertrauenseinbruch bei internationalen Investoren gesorgt. Wie sehen Sie die Situation in den V.A.E? Ist es wirklich so schlimm, wie es häufig reißerisch, ja hämisch in den Medien dargestellt wird?
HM: Hier wird sehr viel negative Propaganda betrieben und ein gutes Stück Schadenfreude ist offensichtlich immer dabei; da haben Sie Recht. Einzelne negative Nachrichten dürfen nicht aus dem Gesamtzusammenhang herausgelöst und überbewertet werden. Wenn Spekulanten eine Blase aufbauen, wird es immer gefährlich. Die eben schon angesprochenen Grundregeln des Marktes kann niemand aus den Angeln heben. Und selbst in dieser Situation zeigt sich, dass die Lage der Immobilien letztendlich entscheidend ist. Die guten Lagen in Dubai sind in der langfristigen Betrachtungsweise immer noch deutlich im Plus. Und wenn wir uns vergegenwärtigen, was in den letzten 5 Jahren in Dubai und den Emiraten insgesamt an Werten geschaffen worden ist, so sucht das sicher seinesgleichen. In 2004 war in Dubai die Hotelanlage Madinat Jumeirah noch in der Bauphase. Dahinter war die Wüste zu dieser Zeit deutlich zu erkennen. Die Besucher heute suchen die Wüste in diesem Gebiet vergeblich und erleben die Emirate in einer insgesamt überwältigenden Form. Das haben wir aufder letzten Informationsreise, die wir organisiert haben, wieder live erlebt. Besonders Personen, die die Emirate bisher nur aus den Medien oder von Bildern kannten, sind von dem Eindruck vor Ort absolut fasziniert. Das ist nicht nur ein subjektiver Eindruck sondern lässt sich mit Zahlen untermauern. So wird immer wieder von einer Massenflucht aus den Emiraten berichtet. Tatsächlich sind in 2009 fast 400.000 Personen mehr in die Emirate eingereist als ausgereist. Die beiden großen internationalen Flughäfen in Dubai und Abu Dhabi haben deutliche Zuwachsraten zu verzeichnen. Das Passagieraufkommen ist in Dubai auf gut 40 Millionen Passagiere und in Abu Dhabi auf knapp 10 Mio. Passagiere weiter gestiegen. Die Duty Free Shops in den beiden Flughäfen haben ihren Umsatz zusammen auf über AED 4,5 Mrd. gesteigert - das entspricht ca. 900.000 Mio. Euro! Insgesamt laufen die Investitionen in den weiteren Flughafenausbau und die Infrastruktur ungebremst weiter. In 2010 wollen die Emirate rund AED 6 Mrd. allein in die Energieversorgung investieren vornehmlich in den nördlichen Emiraten. Durch den sinnvollen Rückgang der Immobilienpreise und der Mieten ist die Inflationsrate auf einen Wert von ca. 1 % gesunken. Das ist der niedrigste Stand seit 20 Jahren. Über den Erfolg der Freihandelszonen und die damit verbundenen Investitionen haben Sie bereits berichtet. Weitere groß angelegte Infrastrukturprojekte, wie das Einsenbahnnetz werden zusätzliche Impulse bringen. Hiervon profitiert auch die Deutsche Bundesbahn mit interessanten Aufträgen in Milliardenhöhe. Das Gesamtbudget für dieses Projekt wird bei rund AED 30 Mrd. liegen. Weiter hat Price Waterhouse Coopers (PWC) in einer Studie den Golfstaaten insgesamt eine sehr hohe steuerliche Attraktivität bestätigt. Unter 183 analysierten Ländern liegen 6 Golfstaaten unter den TOP 15. Mit der Eröffnung des Burj Khalifa hat Dubai nur 10 Jahre nach der Eröffnung des weltberühmten Burj Al Arab eine neue Ikone geschaffen. Nachts mit seiner Beleuchtung steht der 828 Meter hohe Turm majestätisch hinter den beeindruckenden Wasserspielen.
DM: Was sagen Sie Interessenten, warum es in Ras Al Khaimah besser sein soll?
HM: Erlauben Sie mir, dass ich nach diesen ganzen wirtschaftlichen Daten als Antwort auf diese Frage etwas weiter aushole. Für uns bedeutet Ras Al Khaimah: „Leben, arbeiten und investieren im Paradies.“ Und das erfordert mehr, als gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Schließen Sie für einen Moment die Augen und versuchen Sie, sich folgendes Szenario vorzustellen: In einem traumhaft schönen Wüstenresort treten Sie morgens auf die Terrasse und blicken über den privaten Pool auf den roten Sand der Wüste, der von der Morgensonne angestrahlt wird. Nach einem gesunden Frühstück setzen Sie sich in Ihren Geländewagen und fahren bis auf 1.300 Meter Höhe in das Hajar Gebirge. Soweit ist die Straße zu dem neuen Hotelresort in den Bergen bereits fertig gestellt. Hier ist die Luft etwas kühler und Sie genießen den Blick und die Aussicht in das bizarre Gebirge. In zwei bis drei Jahren wird die Straße noch bis aufknapp 1.900 Meter in das Jebel Al Jais Mountain Resort führen, wo Sie dann eine Runde Ski laufen können. Sie drehen um und nach gut 30 Minuten Fahrt erreichen Sie die Grenze zum Oman, Sie passieren die Grenze, nach einer weiteren Tour entlang der Küste an den Bergzügen und malerischen Stränden steigen Sie um in eine Dhau. Ihre Bootstour in die Fjorde des Norwegens von Arabien wird von Delphinen begleitet und eine Weile später wirft der Kapitän den Anker, damit Sie zwischen den Fischschwärmen schnorcheln können. Am Nachmittag zurück in Ras Al Khaimah überlegen Sie, ob jetzt Golf, Wasserski oder Beachvolleyball die bessere Alternative für den Nachmittag ist. Weil heute Freitag ist -das heißt Sonntag in den Emiraten -entscheiden Sie sich für eine Runde Beachvolleyball mit anschließendem Barbecue am Strand mit Blick auf den Sonnenuntergang. Ein herrlicher Tag. Ras Al Khaimah ist mit Sicherheit das landschaftlich schönste Emirat und die Nähe zum Oman bietet weitere landschaftliche Höhepunkte. Das Wüstenresort ist das neue wunderschöne Banyan Tree Wadi, das Sheikh Saud zu einem Naturreservat ausbauen wird. Im Rotana The Cove findet jeden Freitagnachmittag der Beachvolleyballtreff statt, den wir hier in für die in Ras Al Khaimah lebenden Europäer ins Leben gerufen haben. Das von dem Holländer Maurice de Rooij geführte Hotel hat eine der besten Auslastungen der Region. An dieser Stelle möchte die Gelegenheit nutzen, ihm für seine Unterstützung für diesen mittlerweile sehr beliebten Event zu danken! Dabei sind 70 bis 80 % der Urlauber deutschsprachig, die hier den Sonnenuntergang über dem Meer genießen. Da das Meer im nördlichsten Emirat im Westen liegt, geht die Sonne über dem Meer unter. In dieser Natur, die eine hohe Lebensqualität bietet, liegen nicht nur die anerkanntermaßen schönsten Immobilienprojekte, wie zum Beispiel Bab Al Bahr auf Marjan Island oder Mina Al Arab an der Küste von Ras Al Khaimah, sondern auch zwei der erfolgreichsten Freihandelszonen der Emirate: Die RAK FTZ (Ras Al Khaimah Free Trade Zone) unter der Schirmherrschaft von Sheikh Faisal und die RAKIA (Ras Al Khaimah Investment Authority) unter der Schirmherrschaft von Sheikh Saud. Eine gute Kosteneffizienz wurde Ras Al Khaimah mit vielen Auszeichnungen bestätigt.
DM: Wo liegen die Vorteile speziell für Immobilienkäufer in Ras Al Khaimah?
HM: Die Vorteile in Ras Al Khaimah liegen in einem begrenzten Angebot an sehr schönen, naturnahen Projekten in ausgezeichneten Lagen. Neben den schon erwähnten landschaftlichen und wirtschaftlichen Vorteilen bietet Ras Al Khaimah eine weitere Besonderheit. In den Freehold-Bereichen werden Sie nicht nur zu 100 % Eigentümer Ihrer Immobilie und beim Land-Department registriert, sondern Sie erhalten auch ein eingetragenes Eigentum an dem Grundstück oder an einem Anteil entsprechend Ihres Teileigentums. Das gibt es zurzeit in keinem anderen Emirat. In anderen Emiraten gibt es zum Teil immer noch viele Leasehold-Projekte, die unserer Erbpacht entsprechen. Da sollte ein Investor sehr genau prüfen, in wieweit das Sinn macht.
DM: Gibt es auch Nachteile oder Risiken, die es zu beachten gilt?
HM: Der einzige Umstand, den wir als Risiko bezeichnen würden, ist der Erbfall. Da es sich in diesem Fall um Familienrecht handelt, kann die Shari‘a zur Anwendung kommen. Es besteht noch keine absolute Rechtssicherheit für ausländische Immobilienbesitzer. Das gilt übrigens für Immobilieneigentum in den gesamten Emiraten. Wer sich hier absichern möchte, dem empfehlen wir den Kauf der Immobilie oder des Apartments über eine Offshore-Gesellschaft. Die Kosten hierfür bewegen sich im Rahmen und eine Firma kann nicht sterben. Über diesen Weg ist das Thema sehr gut und einfach abzuwickeln. Wer bei der Auswahl seiner Investition oder seiner Immobilie „Augen und Ohren offen hält“ und auf die Qualität und Lage des Objektes achtet, hat nichts zu befürchten. Bei Firmenansiedlungen sind auch hier eine vorhergehende Marktanalyse und ein fundiertes Geschäftsmodell erforderlich. Die damit generell verbundenen Risiken liegen auf einem üblichen und allgemein gültigen Niveau.

DM: Viele Interessenten sind unsicher hinsichtlich der arabischen Mentalität. Wie sind Ihre Erfahrungen mit Geschäftspartnern und Entscheidungsträgern vor Ort?

HM: Das gesamte Geschäftsgebaren und die Ausrichtung sind hier von wirtschaftlichen Überlegungen geprägt. Für jedes Vorhaben ist wichtig, die richtigen Entscheidungsträger zu kennen. Das ist am besten über eine Präsenz vor Ort sowie die entsprechenden Markt-und Sprachkenntnisse zu erreichen. Weiter sind die Grundlagen der rechtlichen und der steuerlichen Gegebenheiten wichtig und zu beachten. Für Personen oder Investoren, die über erste Schritte in diese Region nachdenken, ist daher eine gewisse Unsicherheit nachvollziehbar. Wir haben bisher mit den Geschäftspartnern und Entscheidungsträgern vor Ort keine negativen Erfahrungen gemacht. Alle haben ein Interesse daran, die Region insgesamt voran zu bringen. Auf der anderen Seite gibt es immer Dinge, die wir aus deutscher Sicht und mit unserem Hang zur Gründlichkeit besser machen könnten.

DM: Wie sieht Ihr Geschäftsmodell in Bezug auf diese Situation aus?

HM: Wie Sie richtig vermuten, schlagen wir die Brücke zwischen diesen verschiedenen Mentalitäten. Unsere Zielkunden möchten eine längerfristige Beziehung zu Ras Al Khaimah aufbauen und wir beraten und unterstützen sie bei allen ihren Plänen und Vorhaben. Das Konzept, dafür sowohl vor Ort als auch in Deutschland ansprechbar zu sein, kommt sehr gut an. Vielen Interessenten, die bisher nicht wussten, an wen sie sich vor Ort wenden sollen, haben wir schon den Zugang zu den richtigen Stellen oder Entscheidungsträgern verschafft.

DM: Sie haben von einer Informations-reise gesprochen, die InvestiQ gerade veranstaltet hat. Wurden hier die Erwartungen der Teilnehmer erfüllt?

HM: Auf diese direkte Frage gebe ich gern eine direkte Antwort. Ohne zu übertreiben können wir sagen, dass die Erwartungen übertroffen worden sind. Nur von Bildern oder aus Erzählungen lässt sich kein Eindruck der Region vermitteln. Wir haben für diese Reise eine sehr gute Unterstützung der Einrichtungen und Institutionen vor Ort erfahren. Sie haben sich mit sehr informativen Veranstaltungen den Teilnehmern der Reise präsentiert. Bei dieser Reise haben uns die wesentlichen Partner für unsere Projekte in Ras Al Khaimah begleitet. Und selbst die Teilnehmer der namhaften deutschen Traditionsunternehmen wie Hülsta Möbel und Nolte Küchen zeigten sich beeindruckt von der Region. Obwohl zum Teil schon länger in den Emiraten tätig, haben die Vertreter dieser Unternehmen und auch die meisten weiteren Teilnehmer Ras Al Khaimah zum ersten Mal erlebt, gesehen und gefühlt. Sie haben uns für die gemeinsamen Projekte die volle Unterstützung zugesagt. Das klingt zugegebener Maßen etwas nach Werbung, soll aber eher die spontane Begeisterung für diese Region vermitteln, die man eben nur vor Ort erleben kann.
DM: Wie ist Ihre Prognose für die weitere Entwicklung in der Region und speziell in Ras Al Khaimah? Eine Investitionsmöglichkeit mit Zukunft?
HM: Eine gute Frage und Sie nehmen damit das Fazit damit fast schon vorweg. Ja, Ras Al Khaimah bringt alle Zutaten mit, die für ein anhaltendes und nachhaltiges Wachstum erforderlich sind. Infrastruktur, Kosteneffizienz und die wirtschaftliche Denkweise sind sehr gut ausgeprägt. Die abwechselungsreiche vielfältige Natur ermöglicht einen sehr angenehmen und erstrebenswerten Lebensstil. Das dazu eine Kriminalitätsrate von nahe Null noch eine große Sicherheit bietet, rundet das Bild insgesamt ab. Wir können uns keine Region vorstellen, die unter Berücksichtigung aller Rahmenbedingungen bessere Voraussetzungen bietet. Es bleibt noch die günstige geographische Lage und die geringe Zeitverschiebung zu Deutschland zu erwähnen. Der Zeitunterschied von drei Stunden im Winter und zwei Stunden im Sommer ist sehr gut zu überbrücken. Die Flugzeit von Deutschland in die Emirate liegt mit etwa 6 Stunden auf einem Niveau mit den kanarischen Inseln. An vielen weiteren Urlaubsparadiesen, wie den Seychellen oder den Malediven sind Sie damit auch schon "6 Stunden dichter dran“. Und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erreichen Sie in einem Radius von 6 Flugstunden aus den Emiraten etwa 3,5 Milliarden Menschen - ein fast grenzenloser Markt. Daher wird sicher verständlich, dass Ras Al Khaimah für uns leben, arbeiten und investieren im Paradies bedeutet.
DM: Herr Mißfeldt, vielen Dank für das ausführliche Gespräch.
 
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